Förderverein Reuter-Museen e.V.

 

Unsere Unterstützung hatte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum auch in diesem Jahr bei der Museumshoffete am Freitag, dem 11.08.2017. Gemäß der Tradition sorgten wir wieder für Äten un Drinken. Zu Gast war ein unkonventionelles Musiker-Trio: Collek-tiv. Hat Spaß gemacht, ihnen zuzuhören und auch mal wieder im Kollektiv zu singen ...








Und wegen der Anfrage: Ehemalige Museumschefin beteuerte, mit Jahreszahlen nichts am Hut zu haben und gerade mal das Geburtsdtum von Fritz Reuter auswendig zu wissen. Aber ein gut funktionierendes Datei-Archiv hilft in vielen Lebenslagen.  Und weil Museumshoffeten zwar mal ins Wasser aber nie ausgefallen waren, ist die Fete 2017 in der Tat die Zwanzigste gewesen.

Und so las es sich damals:

1998:  28. 8. Museums - Hof - Fete für alle unsere   Freunde und die, die es werden wollen

1999: 27.8. Museumshof-Fete, abends: Kabarett mit Tobias Klug, Landsberg

2000: 25.8. Museumshof-Fete mit Essen, Trinken, Tipps für’s Schönsein, und am Abend singt Reinhold Andert

Ziel unserer Auto-Tour am Sonnabend, dem 16. September 2017, ist das Thünen-Museum Tellow, verbunden mit einer Führung durch die Ausstellung. Für den Mittagstisch ist anschließend „Meckelbörger Tüffelsupp“ in der Thünenscheune vorgesehen.

Danach wird Herr Rolf Peter Bartz mit uns nach Zierstorf und Roggow zu den Wirkungsstätten der Familie Pogge fahren.

Treffpunkt ist ebenfalls 9.00 Uhr am Reuterdenkmal in Stavenhagen.

Anmeldungen für diese Ausfahrt sollten unter den oben genannten Adressen bis zum 4. September erfolgen.


Gute Nachricht aus dem Reuter-Wagner-Museum Eisenach. Hier die Pressemeldung der Stadt Eisenach, uns von der Leiterin des Museum, Frau Arnold, übermittelt:

Historische Grabanlage von Fritz Reuter wird restauriert

 Die Restaurierungsarbeiten an der Einfriedung der historischen Grabanlage des niederdeutschen Schriftstellers Fritz Reuter und seiner Frau Luise auf dem Eisenacher Hauptfriedhof beginnen am morgigen Donnerstag, 27. Juli. Mit den Arbeiten an der schmiedeeisernen Einfriedung der Grabstätte wurde der Diplom-Metallrestaurator Professor Bernhard Mai beauftragt. Mai arbeitet als freischaffender Metallrestaurator und lehrt an der Fachhochschule Erfurt Restaurierung und Konservierung. Er ist Vorstandsmitglied im Verband der Restauratoren.

Für die Restaurierungsarbeiten wurden der Stadt Eisenach Fördermittel des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Höhe von 22.000 Euro bewilligt. Unterstützt wird das Vorhaben vom Förderverein Reuter-Museen e.V., der bereits 2014, anlässlich des 140. Todestages des Schriftstellers, 3.000 Euro für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat.

Die 2011 unter Denkmalschutz gestellte klassizistische Grabanlage wurde 1875 fertiggestellt. Restauriert wird nun die aus 18 Einzelfeldern bestehende schmiedeeiserene Umfriedung, die 1875 vom Berliner Kunstschmied Eduard Puls gefertigt wurde. Aufgrund der Verdienste Fritz Reuters wurde seine letzte Ruhestätte auf dem Eisenacher Hauptfriedhof 1991 zum Ehrengrab ernannt. 2011 wurde der Grabstätte vom Thüringischen Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege der Status eines Kulturdenkmales zuerkannt.

Fritz Reuter wurde 1810 in Stavenhagen / Mecklenburg geboren und verstarb 1874 in Eisenach. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seiner Frau Luise (1817–1894), verbrachte er seinen Lebensabend in Eisenach und ließ sich eine Villa unterhalb der Wartburg erbauen. Bereits 1897 wurde im ehemaligen Wohnhaus des Dichters das Reuter-Wagner-Museum eröffnet. Das älteste Museum der Stadt gehört seit 1958 zum Thüringer Museum Eisenach und präsentiert neben den ehemaligen Wohnräumen Fritz Reuters eine umfangreiche Sammlung zu Richard Wagner.

Mit Natur und Literatur auf den Spuren von Fritz Reuter

Kummerow und sein Schloss, zu Reuters Zeiten im Preußischen gelegen, war das Ziel der diesjährigen „Tour de Reuter“. Vom Reuterdenkmal in Stavenhagen führte der Weg über Wüstgrabow und Maxfelde direkt an den Kummerower See. Die Straßen waren aufs beste gepflastert, und wo nicht, auch mit Fahrrädern noch gut befahrbar.

Das Schloss ließ nach aufwändiger Restaurierung seine einstige Pracht erkennen. Frau Henke, Mitarbeiterin der Schlossverwaltung, gab eine interessante Einführung in die Geschichte des Dorfes und des Gutes. Wir sahen eine einzigartige fotografische Sammlung und erhielten einen Einblick in die Bau- und Nutzungsgeschichte des Hauses.

Fotos: Dagmar Wiegert

 

Am Ufer des Sees wurden dann dank der Kochkünste der Vereinsmitglieder bei einem Picknick neue Kräfte für die weitere Tour gesammelt. Ein Spaziergang führte zum Kummerower Hafen, es bot sich ein weiter Blick über den See in die hügelige Landschaft der „Mecklenburgischen Schweiz“.


Der Besuch des „Gartens der Schwestern“ mit seinen romantischen Plätzen und der Genuss von Kaffee und Kuchen verführte dazu, die Seele baumeln zu lassen. Dieser Garten hätte ob seiner Laubengänge, der Rosenstöcke und Blumenecken wohl auch Reuters Zuneigung gefunden, denn bei der Anlage seines Gartens in Eisenach hatte er sich seiner alten Liebhaberei gewidmet. 

Auf gleichem Wege wurden wir dann von unserem Ausfluge in die Umgegend in die Stadt, und zwar auf den Marktplatz, zurückgeführt. (Ranate Drefahl)

120 Jahre Reuter-Wagner-Museum,

Freudig gestimmte Gäste zur Feier versammelte die Leiterin des Museums Christina Arnold in Eisenach.

Kulturprogramm, Vorträge, Gänge durch das Haus und den Garten. Ein schönes Fest war's, und zwei Vertreterinnen des Fördervereins waren dabei...




Unsere Unterstützung braucht das Fritz-Reuter-Literaturmuseum auch in diesem Jahr bei der Museumshoffete am Freitag, dem 11.08.2017. Gemäß der Tradition wollen wir wieder für Äten un Drinken sorgen.

Es wäre schön, wenn viele dazu einen Beitrag leisten können. Wer mitmachen möchte, einfach Bescheid geben.

Zwecks genauer Absprache werden wir zu gegebener Zeit Kontakt aufnehmen.

Ziel unserer Auto-Tour am Sonnabend, dem 16. September 2017, ist das Thünen-Museum Tellow, verbunden mit einer Führung durch die Ausstellung. Für den Mittagstisch ist anschließend „Meckelbörger Tüffelsupp“ in der Thünenscheune vorgesehen.

Danach wird Herr Rolf Peter Bartz mit uns nach Zierstorf und Roggow zu den Wirkungsstätten der Familie Pogge fahren.

Treffpunkt ist ebenfalls 9.00 Uhr am Reuterdenkmal in Stavenhagen.

Anmeldungen für diese Ausfahrt sollten unter den oben genannten Adressen bis zum 4. September erfolgen.


Die Fritz Reuter Gesellschaft, die John Brinckman Gesellschaft und die Johannes Gillhoff Gesellschaft hatten in diesem Jahr zur gemeinsame Jahrestagung vom 31. März bis zum 2. April nach Ludwigslust eingeladen. Die Stadt empfing ihre Gäste bei  prächtiger Frühlingssonne, mit dem ersten zarten Grün an den Bäumen und mit Blümchen rot, gelb und blau in den Rabatten.Doch wie bei Tagungen meist üblich, sie finden in Konferenzräumen statt - schade.

Für die alljährliche Kuratoriumssitzung und Mitgliederversammlung des Fördervereins Reuter-Museen stand der Tagungsraum des Hotels „Erbprinz“ zur Verfügung. 

Der Tätigkeitsbericht verwies auf ein reges Vereinsleben. Die Ausfahrten per Auto und Fahrrad zu mit Reuter verbundenen Orten waren den Mitgliedern noch in guter Erinnerung. Das für die Präsentation des Vereins bei Messen und anderen Veranstaltungen erstellte Rollup wurde den Mitgliedern vorgestellt. Eingesetzt war es u.a. bisher bei den Ehrenamtsmessen und bei der Teilnahme des Fördervereins zum Europäischen Tag der Sprachen in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin.

Wieder konnte der Verein den Reuter-Museen in verschiedener Weise Unterstützungen gewähren.  Finanzielle Hilfen gab es für die Anschaffung von Museumsgut, bei der Veranstaltungstätigkeit oder für die Präsentation im Internet. Vereinsmitglieder halfen bei besonderen Veranstaltungen, wie in Stavenhagen zu den Reuterfestspielen beim Buchverkauf oder bei der Betreuung von Kindern auf dem Museumshof. Der Förderverein stellte dafür einen „Autoteppich“ zur Verfügung, auf dem Kinder unter Beantwortung von Quiz-Fragen ein Rallye auf den Spuren Fritz Reuters nachspielen können. Für die Museumshoffete hatten Vereinsmitglieder wieder die kulinarische Betreuung übernommen.

Die Berichte aus den Museen machten die vielfältigsten Aktivitäten zur Bewahrung des literarischen und künstlerischen Erbes Fritz Reuters deutlich. Sonderausstellungen, Lesereihen, Führungen für spezielle Besuchergruppen, musikalische und literarische Nachmittage oder Abende, Veranstaltungen zur Bewahrung der niederdeutschen Sprache bereicherten die Museumsangebote. Einen guten Zuspruch fanden u.a. in Eisenach der Neujahrsspaziergang, in Stavenhagen die Reuterfestspiele, die Museumshoffete oder die nun schon zum 18. Male festliche Verleihung des Fritz-Reuter-Literaturpreises. Viele Besucher kamen auf die Festung Dömitz zum Festival der niederdeutschen Sprache und Musik. Das Regionalmuseum Neubrandenburg konnte mit Sonderausstellungen, Lesungen und Gesprächsrunden viele Menschen zu einem Besuch des Franziskanerklosters ermuntern. 

Besprochen wurden auf der Tagung die Vorhaben für das Jahr 2017. Für die touristische Strecke „Natur und Literatur. Auf den Spuren Fritz Reuters.“ ist eine Bestandsaufnahme und notfalls Erneuerung der Informationstafeln notwendig. In Altentreptow ist die Einrichtung einer Heimatstube vorgesehen, darin soll dem Aufenthalt Reuters in dieser Stadt gedacht werden. Der Flyer mit den Informationen zum Förderverein wird überarbeitet und neu aufgelegt.

Auch die Ausfahrten zu mit Fritz Reuter verbundenen Erinnerungsstätten sind wieder in den Jahresplan aufgenommen worden.      

Am 19. Februar erlebten wir in Schwerin die Theateraufführung von „Kein Hüsung“. Viele Menschen aus dem näheren und ferneren Umkreis Stavenhagens waren nach den Schilderungen von Ulrike Stern neugierig auf „Kein Hüsung“ geworden. 2 Reisebusse wurden für die Theaterfahrt nach Schwerin gechartert.






Da bis zum Beginn der Vorstellung noch etwas Zeit blieb, ermöglichten die Busfahrer eine kleine Stadtrundfahrt. Das Schloss präsentierte sich in aller Schönheit.


Die bemerkenswerte Aufführung des Reuterschen Versepos durch die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin wird allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Geradezu nachvollziehbar war das tiefe Mitgefühl und die Intention Fritz Reuters, die unerträgliche soziale Lage und Rechtlosigkeit der mecklenburgischen Tagelöhner zum Inhalt seiner zeitkritischen Dichtung zu machen. 

Wir erlebten eine großartige Leistung des gesamten Ensembles in der Inszenierung von Bernd Reiner Krieger und mit der Dramaturgie von Ulrike Stern. Es passte alles aufs beste zusammen, das sparsame und doch so aussagekräftige Bühnenbild, die Videoprojektionen, die Kostüme, die Musik und das Spiel der Künstler.

Uns wurde Theater der besten Art geboten. Die Darsteller überzeugten mit einer zu Herzen gehenden Einfühlung in die handelnden Personen. Miterlebbar waren die Liebe, die Not, das Leid, die Verzweiflung, das Mitgefühl, die Hilflosigkeit und die letzte Hoffnung auf Gerechtigkeit auf der einen, sowie Hartherzigkeit und Bigotterie auf der anderen Seite.

Die Fritz-Reuter-Bühne hat sich und der Öffentlichkeit mit der erneuten Umsetzung von „Kein Hüsung“, 160 Jahre seit dem ersten Erscheinen dieses bedeutenden Werkes der niederdeutschen Literatur, zu ihrem 90jährigen Bestehen ein wahres Geschenk gemacht. Wir wünschen dem gesamten Team für die Zukunft genau solche weiteren glücklichen Handgriffe in die Theaterkiste und sagen Danke. 

„Diese kleine naturgetreue Erzählung“, die Geschichte um Jehann und Marieken, war auch an diesem Abend, ganz dem Wunsche Reuters entsprechend, „ergreifend in's Publikum eingeschlagen". Und die Art der Aufführung durch die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin wird noch lange nachwirken.   (R. Drefahl)

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Am 3. Februar 2017 fanden wir uns im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu unserem traditionellen Jahresauftakt zusammen. Die weiteren Vorhaben des Fördervereins für das neue Jahr wurden beraten.
Zu Gast war diesmal die engagierte und temperamentvolle Dramaturgin der Fritz-Reuter-Bühne, Ulrike Stern, mit ihrem spannenden Vortrag "Neugierig auf 'Kein Hüsung'?!"

7.1. 2017

Fast 160 Jahre sind seit dem ersten Erscheinen eines der bedeutendsten Werke der niederdeutschen Literatur vergangen. Die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin hat die Umsetzung von „Kein Hüsung“ nun wieder in ihr Programm genommen und feiert damit ihr 90jähriges Bestehen. So schlägt sie den Bogen zwischen der Tradition und der Zukunft des niederdeutschen Theaters.
Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum, die Fritz Reuter Gesellschaft e.V. und unser Förderverein Reuter-Museen e.V. nehmen die herausragende Inszenierung zum Anlass, zu einer besonderen Theaterfahrt nach Schwerin einzuladen.
Termin: Sonntag, der 19. Februar 2017

Abfahrt des Reisebusses:
Neubrandenburg (Busbahnhof) 09.30 Uhr
Stavenhagen (Fritz-Reuter-Literaturmuseum) 10.15 Uhr
Malchin (Busbahnhof) 10.30 Uhr
Teterow (Busbahnhof) 10.45 Uhr
Güstrow (Busbahnhof) 11.15 Uhr
Wir besuchen die Nachmittagsvorstellung um 16.00 Uhr, Rückfahrt ab 18.30 Uhr.
Der Gesamtpreis für Busfahrt, Reiseleitung und Theaterkarte beträgt 35 Euro.
Es besteht die Möglichkeit gemeinsam Mittag zu essen (ca. 10 bis 15 Euro).
Anmeldungen (bitte bis zum 23.01.2017) und weitere Informationen im Fritz-Reuter-Literaturmuseum,
über Telefon 039954/21072 oder per E-Mail unter literaturmuseum@stavenhagen.de.


27. August 2016

Die langjährige und verdienstvolle Fördervereinsvorsitzende Bärbel Liebezeit wird Ehrenmitglied des Vereins. Der 75. Geburtstag war Anlass, die Urkunde zu überbringen und herzlich zu gratulieren. Mit Dank für die tolle und erfolgreiche Zeit als Vorsitzende und mit Hoffnung auf weitere schöne gemeinsame Erlebnisse.













19. August 2016:

Förderverein beteiligt sich kräftig an der Museumshoffete in Stavenhagen

Die erste "Museumshof-Fete" war übrigens am 27. August 1999. Damals hatten wir den wunderbaren Kabaretisten Tobias Klug eingeladen. Weit't Ji noch?

Un nu 2016:

Fördervereins-Vorsitzende Renate Drefahl bedankte sich bei den fleißigen Helfern und gratulierte zu Jubiläen, und dann - wie schon so oft - sorgten die Vereinsmitglieder für Ätendrinkenvertellenverpusten mit allens wat dortau gehürte...




2. Juli 2016: Tour de Reuter mit dem Fahrrad am regnerischen Sonnabend ...(Fotos: D. Wiegert)

An'n End vun uns Rundfohrt öwer Ivenack an den Tüzer See un taurüch wieren dat dörtig Kilometers, de wi in de Pedalen peert harr'n. Up Reuters Spuren sünd wi wohrhaftig wäst, denn uns Utfohrt füng an bi Reuters Vadderhus, dat olle Rathus in Stemhagen, un führte gradwegs dörch't Stadtholt nah Ivenack. Den Weg is Reuter in sin Kinner- un Jugendtied öftereis lopen, för em wier Ivenack sin Jungsparadies.
„ … in der Ferne das Liebste, was ich auf Erden kannte …, den Tiergarten zu Ivenack mit seinen stattlichen Hirschen, seinen tausendjährigen Eichen und einem Baumwuchs, wie er in Deutschland nicht ein zweites Mal gefunden werden dürfte. Diese Eichen waren die stolzen Grenzwächter meiner Besitzungen, bis hierher ging mein Reich und zugleich meine Geographie, was darüber hinaus lag, war unbekanntes Land.“ (F. Reuter: Meine Vaterstadt Stavenhagen)
Ok wi hebben in den Diergoren stattliche Hirsche seihn, sei wier'n grad dorbi, sick up de Wisch dat Frühstück schmecken tau laten. Öwer, as sei de Witterung vun einuntwintig Minschen kregten, güng de wilde Hatz los. Hett uns leed dahn, dat wi sei stürt harrn, öwer wier nich tau ännern. De lütten bunten Swin, de nu ok noch dor in den Park tau Hus sünd, hebben sick bi ehr Geschäften nich stüren laten, een poor kemen ganz niegelich an den Tun. Ok de ollen Eikböhm hebben wi uns ankeken. Wat de nich all schon beläwt hebben? Un nu möten sei noch den Larm vun de Baggers hürn un de Buddellökers för den „Baumwipfelpfad“ seihn. Moeglicherwies fragen sei sick ok, worüm salln de Lüd uns in Taukunft nu up den Kopp kieken?
Nah, wi sünd denn ok bald dörch den schönen Park dörch wäst un een irstes Verpusten wier anseggt. Bi de Gelegenheit hebben wi uns öwertügt, de Tafel vun „Natur und Literatur“ is noch ganz gaud in Schuss un giwwt de nötigen Infos för Touristen un Inwahners.
De Wiederfohrt güng dörch't Dörp. Schloss un Orangerie makten een trurigen Indruck, öwer Rüstungen an't Muerwark düden dorup, dat sick dat ännern ward. Reuter hett in Ivenack noch den ollen Blücher, Herodoten un den Graf vun Plessen kennenliehrt. Bi uns Fohrt dörch't Dörp hebben wi kum een Minschen drapen. Wi freuten uns tau de schmucken Hüser un de Blaumenpracht in de Gorens.
Uns Geografie güng wieder as de vun Reuter, wi radelten in Richtung Zolkendörp. Dor kem Landschaft, Natur, an den Weg Büsch un Böhm un af un an een wieden Blick bit taun Horizont. An den Weg nah Tüzen Rehe un Kraniche. An'n End vun Dörp denn de Abfohrt an den Tüzer See, de letzten Meters güng't in Schussfohrt dal. De Wind kem bannig pustig öwer den See, tau'n Glück
hölln een poor Koppwieden em an uns Picknickstell 'n beten taurüch. Wi harrn uns Ziel erreicht un günnten uns ne Paus mit Äten un Drinken. All harrn 'n bäten wat vun tau Hus mitbröcht, de Disch wier reichlich deckt.
Öwer ganz drög kunn Petrus den Häben öwer uns nich mihr holln, bi Nieselrägen güng de Rundfohrt wieder, ditmal öwer Grischow un Weitendörp, vorbi an Rappfeller mit Tremsen, Kamille un Klatschmohn, Weiten- un Gastenschläg un sogor mal een Räubenacker. Väl Arbeit makt de Landwirtschaft ok hütigendags noch, öwer is doch gor nich mihr tau verglieken mit dat vun „Mühe und Arbeit durchfurchte Land“ in Reuters Tieden.
In Ivenack ankamen, führte uns Weg in de Seestraße. Dor würd wedder ne lütte Paus makt, 'n lütt Stück Kauken un 'n Tass Koffe kemen gaud taupaß as Stärkung för de letzte Etapp. De führte an den See vörbi, dörch de Klockower Wischen in't Stemhäger Stadtholt un güng tau Enn bi Fritz Reutern up den Stemhäger Markt. Wi wier'n wedder gaud an't Hus kamen, de Rägen stürte uns nich mihr.
All wier'n sick einig, dat is mal wedder een schöne „Tour de Reuter“ wäst.

 













Auf den Spuren Fritz Reuters lustwandelnd im Park der Burg Schlitz

Hinne Schult tog sick in de letzten Lewensjohren ganz von de öffentlichen Geschäften taurügg un
bugte sick an den Malchiner See 'ne Borg, de hei „Borg Schulz“ näumen ded; ut „Schulz“ würd mit de Tid „Schilz“ un ut „Schilz“ „Schliz“. Wil dat hei nu den groten Obelisken ut Egypten nich kreg, argerte hei sick, let sick dat äwer nich marken un läd sick en Lustgoren an; äwer dat Gedächtnis an den groten Obelisken späukte doch sihr in em, un wil hei den groten nich hewwen kunn, bugte hei sick luter lütte un stellte sei in sinen Lustgoren.¹ (F. Reuter)

In'n Heumond wier't.
Da führte die Auto-Tour des Fördervereins von Stavenhagen aus bei paradiesischem Wetter mitten durch die Mecklenburgische Schweiz nach Karstorf an den Fuß der Burg Schlitz. Während der Fahrt boten sich wundervolle Ausblicke auf Felder und Wiesen, auf Wald, Hügel und Seen. Nach der Ankunft ging es zu Fuß auf den Buchenberg. Oben an der „weißen“ Burg erwartete uns bereits der Künstler Jim Schütz, der zu den Denkmalen und Erinnerungsstätten im Lustgarten des Grafen Schlitz führte. Ja, sie standen noch, all die vielen kleinen Obelisken mit ihren Inschriften, die schon Reuter gesehen hatte, wie er in der „Urgeschicht“ schreibt.

In der hochinteressanten Führung durch den Park machte Jim Schütz mit der Familiengeschichte des Hans von Labes bekannt, schilderte die Baugeschichte des Schlosses und beschrieb die Anlage des Parks. Jim Schütz wusste sehr gut zu erzählen, weshalb Graf Schlitz gerade an jener Stelle in der Landschaft das jeweilige Monument errichten ließ. Zum Teil waren all die in Stein gehauenen Gedanken und Wünsche aus der Zeit der Romantik noch sehr gut zu lesen. Wir blickten in die kleine Kapelle und bewunderten den Nymphenbrunnen, den Reuter allerdings noch nicht gesehen haben konnte. Weiter führte der Weg auf die Liebesinsel und an den malerischen Luisensee. Nach gut zweistündiger Wanderung machten wir Rast am Stratensee. Dort gab ein erfrischendes Picknick neue Energie, so dass nach dem Essen der Aufstieg auf den Rötelberg wiederum mit einem herrlichen Ausblick in die Landschaft belohnt wurde. Nur die 832 km in die Schweiz wollten wir an diesem Tag nicht mehr auf uns nehmen.


Unsere Tour führte anschließend an den Teterower See.
Dort wartete Volker Stürmer, der Kapitän der „Regulus“, bereits zu einer Rundfahrt auf uns. Mit Vogelwelt, Wasser, Wald und Feld wieder Natur pur. Einen Blick in die Literatur gab Volker Stürmer mit Erzählungen aus der Sagenwelt Teterows, zur Geschichte des Sees und der Schifffahrt der „Regulus“. Der anschließenden Rundgang auf der Burgwallinsel führte weit zurück in die wendischen Siedlungsgeschichte. Bei Kaffee und Kuchen war es auf den Abend zugegangen und die Barkasse brachte uns wohlbehalten ans Teterower Ufer zurück.

Herzlichen Dank an alle fleißigen Mitglieder und Freunde des Fördervereins, die beigetragen haben, dass auch dieser Tag wieder zu einem Erlebnis auf den Spuren Fritz Reuters in Natur und Literatur wurde.
Renate Drefahl
Vorsitzende des Fördervereins Reuter-Museen e.V.

(Fotos: Dagmar Wiegert)

25 Jahre - eine stolze Bilanz

Der Förderverein beging am 16.03.2016 sein 25jähriges Gründungsjubiläum. Wir können mit Freude auf eine stolze Bilanz zurückblicken. Unsere Aktivitäten in den zurückliegenden 25 Jahren sind im Menüpunkt - Der Verein- zu finden. Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und Unterstützern, die ihren Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Fördervereins geleistet haben.

Unsere Mitgliederversammlung am 15. April 2016


Von Erfolgen und guter Arbeit wusste die

Vorsitzende Renate Drefahl zu berichten.







Eine Bilanz der vergangenen Jahre (siehe unten auf der Seite) zog

Dr. Dieter Scheven, der Nestor des Vereins.





 Ein Geschenk und die Ehrenmitgliedschaft

Harald Prestien erhielt aus den Händen der Vorsitzenden und der Schatzmeisterin

Ute Mohns unter warmem Beifall der Mitglieder.





Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2016


Juli



August

Radtour in die Region Tützen, Start ist am Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Anmeldung bitte bis zum 23.5. bei DRefahl unter 03996/183111 oder im Fritz-Reuter-Literaturmuseum unter 039954/21072, gern auch per e-Mail post@fordervereinreutermuseen.de

Museums-Hoffete, Fritz-Reuter-Literaturmuseum

 

25 Jahre Förderverein Reuter - Museen e.V.

Dr. Dieter Scheven, Düsseldorf

Alles begann 1991 nach der deutschen Wiedervereinigung. Damals mussten die meisten der solange staatlichen Museen einen neuen Träger finden. Das waren in der Regel die Gemeinden. Wie sich deren Finanzen entwickelten, war nicht abzusehen. Da schlug H.-J. Griephan, der ehemalige Präsident der Fritz-Reuter-Gesellschaft (FRG), vor, einen Förderverein zu gründen, um die neuen Träger finanziell und ideell zu unterstützen. Herr Griephan fragte mich, ob ich den Vorsitz übernehmen wolle. Ich stand kurz vor der Pensionierung und sagte zu. Die erste Mitgliederversammlung der FRG nach der Grenzöfnung war am 16. März 1991 in Lüneburg. Dort beschloss man, einen Förderverein für alle vier Reutermuseen zu gründen. In den Vorstand wurden als Schatzmeister Harald Prestien aus Lübeck, als Geschäftsführer Peter Starsy aus Neubrandenburg und als Vorsitzender ich berufen. Ich war damals nach meiner Pensionierung im Kuitusrninisterium Schwerin beratend tätig. Das ergab ein einigermaßen gesamtdeutsches Bild. Als Vereinssitz wurde Neubrandenburg gewählt, wohin die FRG ebenfalls umzog. Die Hauptarbeit aber wurde in Stavenhagen geleistet. Dort übernahm 1993 Cornelia Nenz aus Neustrelitz die Museumsleitung.

Die Satzung sah neben dem Vorstand ein Kuratorium vor. Dessen Vorsitz übernahm 10 Jahre lang Bernhard Wähling, Sparkassen-Direktor in Demmin. Er schaffte eine Verbindung zu mehreren großen Sponsoren der ersten Jahre. Aber auch die Spendenfreudigkeit der Mitglieder war von Anfang an groß. Zur DM-Zeit kamen dank namhafter Einzelspendenjährlich rd. 8.000 DM zusammen, heute kommen 3-4.000 Euro auf.

Vereinsversitzender war von der Gründung bis 1998 ich, dann folgten als Vcrsitzende drei Jahre Dr. Hans-Joachim Bartsch aus Rostock, 2001 für weitere 14 Jahre Bärbel Liebezeit und heute Renate Drefahl. Schatzmeister war von der Gründung bis 2012 Harald Prestien, danach Renate Drefahl.

Der Verein förderte in den vergangenen 25 Jahren die Arbeit der Museen vielseitig.Wiederholt ermöglichte er den Erwerb von Handschriften und Bildern, vornehmlich in Stavenhagen. So konnte das Museum dort im letzten Jahr mit Hilfe des Vereins ein Konvolut mit Briefen Fritz Reuters an seinen Freund Fritz Peters aus dem Nachlass des Verlegers Konrad Reich erwerben, bei dem die letzte vollständige Ausgabe der Werke Fritz Reuters erschien. Umfassende bauliche Renovierungen der Museen unterstützte der Verein in Dömitz, Eisenach und Neubrandenburg. In Dömitz finanzierte er in der Hauptwache die Einrichtung des Raums, in dem Reuter als preußischer Staatsgefangener einsaß.1997 organisierte der Verein in Bad Liebenstein ein Reuter-Symposium, das neue Erkenntnisse über Reuters Lebensabend in Eisenach brachte (vgl. Beiträge der Fritz Reuter Gesellschaft, Bd. 8).ln Stavenhagen wurde ein Radwanderweg auf Fritz Reuters Spuren (Themenheft „Natur und Literatur“) geschaffen. Aus zusätzlichen Mitgliederspenden wurde für Eisenach eine Luise Reuter Bronzebüste erworben. Für das Reutergrab in Eisenach wurde der Stadt ein größerer Zuschuss zugesprochen. Im Reuter-Jahr 2010 organisierte der Verein eine Wanderausstellung über Fritz Reuters Leben und Werk. In mehreren Städten mit besonderer Reutertradition außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Besonderen Anklang und ein Nachleben bis heute fand die Ausstellung in der sog. Hufeisensiedlung in Berlin-Britz. Wiederholt leistete der Verein Druckkostenzuschüsse für Bücher über Fritz Reuter, zuletzt für Arnold Hückstädts neuestes Buch über Fritz Reuter als Maler und Zeichner, und von Sekundärliteratur zu Fritz Reuter. Alljährlich richtet der Verein in Stavenhagen die sommerliche Museumshofete aus. Dort veranstaltet der Verein auch jährlich für Mitglieder  und Freunde des Vereins eine Rad- oder Autowanderung zu Reuterstätten und anderen literarischen Plätzen in der Umgebung.